Firefox 3 Download Day
17. Juni 2008
Heute ist Firefox 3 Tag. Weltrekord hin oder her, der Download lohnt sicher so oder so.
Heute ist Firefox 3 Tag. Weltrekord hin oder her, der Download lohnt sicher so oder so.
Ich überblicke das noch nicht so ganz, aber die Idee ist sehr interessant: Medienkonvergenz mal ganz anders könnte man sagen. Oder: Wenn ohnehin zunehmend TV im Hintergrund läuft und das Notebook parallel dazu zum surfen, dann ist doch der Gedanke naheliegend, das irgendwie zusammenzubringen.
Und eine TV-Community hat ohnehin Potential. Man denke nur mal an Sachen wie DSDS oder aktuell die Euro.
Und genau darum gehts bei Telewebber: Hier können sich in Echzeit Grüppchen zu gerade laufenden TV-Sendungen bilden und es kann nach Herzenslust “gestammtischt” (sprich: gechattet) werden. Dazu gibt’s noch eine ganze Reihe ergänzende Services wie beispielsweise einen Sendungsreminder.
Von all dem mal abgesehen ist die Site auch sehenswert hübsch gemacht.
Momentan noch Closed Beta, Zugänge können hier angemeldet werden.
Ich finde es lustig, wie in bestimmten Kreisen immer ganz selbstverständlich so getan wird, als ob nur Jugendliche im Netz unterwegs wären. Das konnte man gerade wieder in der Debatte um öffentlich-rechtliche Webinhalte beobachten, wo man dauernd von den Intendanten hörte: “Wir müssen da hingehen, wo die jungen Leute sind…” etc.
Dagegen bräuchten die Herrschaften nur mal ihre eigenen Studien zu lesen:
60-bis 79jährigen sind mittlerweise 29,2 Prozent regelmäßig online.
Tendenz steigend. Und wohlgemerkt: Der 60 bis 79jährigen!
Das Netz immerzu ausschließlich als ‘junges Medium’ zu bezeichnen, ist einfach Quatsch. Vermutlich schließen einige “Medienexperten” da eher von sich auf andere

Sehr cool: Marken existieren ja in allererster Linie in den Köpfen der Verbraucher. Ergo wäre doch assoziatives Tagging ein interessantes Mittel, um Markenbilder empirisch zu aggregieren. Genau das macht brandtags.net
Dort kann man zu jeder vorgegebenen Marke spontan ein Stichwort abgeben, das man damit verbindet. Aufgerechnet sieht das dann in etwa so aus wie hier für Coca Cola.
Interessantes Experiment. Über eine Millionen Tags wurden schon vergeben.
Via APGD.
OK, mal wieder zurück in die Welt der kommerziellen Markenkommunikation im Netz.
Lacoste hat zu seinem 75jährigen Bestehen keine Kosten und Mühen gescheut, um eine dicke Imagekampagne ins Netz zu bringen. Das Thema: Nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft! Future Tennis à la Lacoste sieht so aus:
Cool auch: Der Protagonist sieht fast so aus, als wäre er ein wenig vom SF-Shooter Crysis inspiriert. Die Off-Stimme übrigens erst recht.
And now: Launch your missiles…!
Ganz früher gab es ja den schönen Job Title “Webdesigner”. Diese Spezies war sowohl für das visuelle Design zuständig, als auch für die HTML Umsetzung. Quasi von selbst ergab sich daraus, dass auch konzeptionelle Aspekte und das Design des Interfaceverhaltens vom Webdesigner mitgedacht wurden.
Solche One-Man-Shows waren aber bald nicht mehr tragbar, weil sich -zumindest im Agenturgeschäft- zeigte, dass die grafische Qualität solcher “Webdesigns” den Ansprüchen ausdifferenzierter Marken bald nicht mehr gerecht wurden. Auf der anderen Seite wurde das Publishing so komplex, dass auch hier eine Spezialisierung nötig schien. Das Ergebnis war, dass in den allermeisten Agenturen Publishing und Design personell getrennt wurden. Diese Vorgehensweise brachte zwar Vorteile, aber auch bekannte Nachteile. Denn Screendesign ist per se eine recht eindimensionale Sache, die das eigentliche User Interface nur bedingt mitdenken kann. Hierfür sind gewisse technische Skills und Tools unabdingbar, um zumindest Dummys erstellen zu können.
Umso zeitgemäßer kommt da dieser JobTtitle daher:
“User Experience Designer”
Kevin Fox ist so jemand. Er war bzw. ist unter anderem zuständig für die Interfaces von Gmail und Friendfeed. Wie er seinen Job versteht und worin er die wesentlichen Skill dafür sieht, erzählt er in diesem interessanten Interview bei Google Blogoscoped.
Das ist genau der Weg für die Zukunft! Nur Photoshop Pappen auf der einen und dann strikt nach Vorgabe umsetzen auf der anderen Seite ist einfach nicht mehr ausreichend.
Agenturen mit ihrer meist noch recht strikten Trennung zwischen Design und Entwicklung (ausser vielleicht im Flashbereich) haben hier noch Nachholbedarf.
Zurück von der Next08, hier nur erste Eindrücke in aller Kürze:
Mehr zur Next 08:
Wieder mal ein schönes Beispiel für etwas, wo “Web 2.0″ draufsteht aber eigentlich genau das Gegenteil gemeint ist:
“T-Mobile und Nokia wollen künftig gemeinsam das Web 2.0 auf Mobiltelefonen vorantreiben. Web’n’walk von T-Mobile sowie Nokias Ovi sollen dafür auf allen Nokia-Mobiltelefonen vorinstalliert sein, die dann direkt erreichbar sein werden. Zudem soll der finnische Handyhersteller beim Ausbau des Community-Dienstes MyFaves von T-Mobile helfen.”
Müssen wir also weiter auf Android warten, wenn die anderen zu blöd beschäftigt zum Nachdenken sind.
Auf der Diskurs- und Partizipationsplattform diegesellschafter.de der Aktion Mensch gibt es ab sofort auch einen Videobereich, auf dem Filme zum Thema “In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?” eingereicht werden können.
Filme mit einer maximalen Länge von 15 Minuten können in sieben verschiedenen Wettbewerbskategorien eingereicht werden. Aus einer Vorauswahl, die durch ein Online-Voting getroffen wird, bestimmt eine prominent besetzte Fach-Jury die Gewinner. Die sechs Gewinnerfilme werden mit insgesamt 20.000 Euro prämiert.
Kostprobe:
Live aus dem Betriebssystem der Menschheit