Mitarbeiterbindung in Agenturen. Alles Missverständnisse?

17. Juni 2008

Interessant, interessant, die Diskussion die Johannes Kleske da in seinem Blog losgetreten hat.

Es geht um das chronische Personalproblem, das (Online-)agenturen momentan plagt und die Art und Weise, wie damit umgegangen wird. Was tun Agenturen wirklich für gute Mitarbeiter, also für ihr einziges Kapital?
Seine These: Agenturen denken viel zu oft an materielle Anreize und viel zu wenig an weiche Faktoren, wie flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten oder langfristige Entwicklungsperspektiven, die den Mitarbeitern aber oft viel wichtiger sind.
Interessant aber auch, wie eher “oldschoolig” arbeitgeberorientiert SinnerSchrader auf dem Fischmarkt darauf reagiert.

Zumindest der als Replik gerne vorgebrachten Annahme, dass dauernde Überstunden und Mitarbeiter-Burnout im Agenturgeschäft quasi naturgegeben sind, möchte ich doch widersprechen: Es ist empirisch belegbar, dass es auch anders geht. Belegbar insofern, dass das je nach Agentur stark unterschiedlich ist.

Wenn Projekte permanent nur unter extremen Zeitdruck und mit massiven Überstunden fertig werden, dann ist das in der Regel entweder ein Fehler im Projektmanagement oder heimlich (un-)erklärte Strategie des Arbeitgebers, insbesondere bei börsennotierten Dienstleistern. Imho zumindest.

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2 Kommentare zu “Mitarbeiterbindung in Agenturen. Alles Missverständnisse?”

  1. 01

    Genau das war die Idee meiner Replik: der Sicht des Agenturmitarbeiters (der auch die des Freelancers kennt, weil er selbst einer war) die des Arbeitgebers gegenüberzustellen.

    Die beiden letzten Absätze verstehe ich nicht als Paraphrase meiner Replik - ich hatte anders argumentiert und stimme dem zu, was Du schreibst. Unsere Projekte werden nicht permanent unter extremem Zeitdruck und mit massiven Überstunden fertig.

    Allerdings kommen Zeitdruck, auch extremer, und Überstunden im Projektgeschäft immer mal vor, aus den unterschiedlichsten Gründen.

    Martin Recke am 20. Juni 2008 um 12:31
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  2. 02

    richtig, die sache mit den überstunden bezog sich auf verschiedene kommentare zum thema.

    und auch richtig: natürlich kommt zeitdruck vor und darf auch vorkommen. daher sprach ich auch von “permanent”. mir ging es hier um läden, bei denen mitarbeiter-burnout fix zur philosophie und zum geschäftsmodell gehören…

    Christian Münch am 20. Juni 2008 um 12:50
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