Vom Screendesign zum User Experience Design
5. Juni 2008
Ganz früher gab es ja den schönen Job Title “Webdesigner”. Diese Spezies war sowohl für das visuelle Design zuständig, als auch für die HTML Umsetzung. Quasi von selbst ergab sich daraus, dass auch konzeptionelle Aspekte und das Design des Interfaceverhaltens vom Webdesigner mitgedacht wurden.
Solche One-Man-Shows waren aber bald nicht mehr tragbar, weil sich -zumindest im Agenturgeschäft- zeigte, dass die grafische Qualität solcher “Webdesigns” den Ansprüchen ausdifferenzierter Marken bald nicht mehr gerecht wurden. Auf der anderen Seite wurde das Publishing so komplex, dass auch hier eine Spezialisierung nötig schien. Das Ergebnis war, dass in den allermeisten Agenturen Publishing und Design personell getrennt wurden. Diese Vorgehensweise brachte zwar Vorteile, aber auch bekannte Nachteile. Denn Screendesign ist per se eine recht eindimensionale Sache, die das eigentliche User Interface nur bedingt mitdenken kann. Hierfür sind gewisse technische Skills und Tools unabdingbar, um zumindest Dummys erstellen zu können.
Umso zeitgemäßer kommt da dieser JobTtitle daher:
“User Experience Designer”
Kevin Fox ist so jemand. Er war bzw. ist unter anderem zuständig für die Interfaces von Gmail und Friendfeed. Wie er seinen Job versteht und worin er die wesentlichen Skill dafür sieht, erzählt er in diesem interessanten Interview bei Google Blogoscoped.
Das ist genau der Weg für die Zukunft! Nur Photoshop Pappen auf der einen und dann strikt nach Vorgabe umsetzen auf der anderen Seite ist einfach nicht mehr ausreichend.
Agenturen mit ihrer meist noch recht strikten Trennung zwischen Design und Entwicklung (ausser vielleicht im Flashbereich) haben hier noch Nachholbedarf.




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