Radical Advertising in Düsseldorf
11. April 2008
Radical Advertising - Paradigmenwechsel in der Werbung
heisst eine Ausstellung im Medienforum Düsseldorf, die am 05.04.2008 gestartet ist.
Mit diesem “Paradigmenwechsel” ist nicht nur die 2.0-Dialog-Vernetzungs-Debatte gemeint, sondern auch der Wandel von Werbebotschaften und -formen seit Ende der 80er Jahre:
Unter dem Vorzeichen der Globalisierung werden die 90er Jahre des 20sten Jahrhunderts zum Jahrzehnt der No-Logo-Bewegung und des Adbusting – ein Angriff auf die Vermüllung der semiotischen Umwelt mit Werbebotschaften.
Geradezu federführend dabei war die Modeindustrie: sie verkaufte es nicht nur als chic, gehijackte Logos zu tragen, sondern bediente sich in ihren Werbeauftritten auch erfolgreich der Techniken der Antiwerbung. Und wird damit zu einem Vorreiter eines radikal gewandelten Werbeverständnisses, das die Angriffe politischer wie künstlerischer Positionen auf die globale Werbung erfolgreich in Kampagnen inkorporiert. Die Ausstellung zeigt die Adbuster Kampagnen und die kritischen Kunstreflexionen von Künstlern wie Jeff Koons, Damien Hirst, Cindy Sherman und Daniele Buetti ebenso wie die meinungsbildenden Kampagnen von Benetton, Sisley oder Diesel, von Calvin Klein oder Comme des Garcons.
Die Globalisierung zeitigt aber seit den 90er Jahren auch einen fundamentalen Wandel im Media-Konsum der Verbraucher. Auf den Mediaoverkill durch die totale Fragmentierung des Fernsehens, durch Web, Mobilfunk und Instant Messaging antwortet die Werbung mit einer zweiten ebenso radikalen Volte im 21. Jahrundert: sie entfernt sich von der Massenkommunikation und spricht den einzelnen dort an, wo sie ihn erreicht. Die Beziehung zum Konsumenten wandelt sich vom Passiven zum Aktiven. Buzz-Marketing, Guerilla- und Ambient-Werbung, Web2.0 erfinden den teilnehmenden Consumer. Die Ausstellung baut dazu spektakuläre Ambient Werbeauftritte dreidimensional nach und führt in die Werbewelt des Web2.0. und auf Youtube.
Erste Eindrücke in der Online Ausstellung.
Ich glaube, von der lahmen Web-Umsetzung der Ausstellung sollte man sich nicht abschrecken lassen…





Ein Kommentar zu “Radical Advertising in Düsseldorf”
01
Ausstellung soll gut sein! Sowas gibts viel zu selten und sollte unterstützt werden. Ich geh hin
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