Agenturen einladen, inspirieren lassen und dann selber machen
26. April 2007
Ach herrlich, kann das wahr sein? Ungewollte Selbstentblößung 2.0. Eine neue Boomerang Story aus der Welt des Influential Marketings:
Ein Unternehmen namens Metaversum plant ein Startup namens Yumondo. Ganz webzwonullig hat man sich eine hübsche Blog-PR Strategie zum Launch ausgedacht. Daran kann ich, im Gegensatz zu einem der Skandalentdecker fixmbr.de, nichts schlimmes finden. Soweit man niemand verdeckt etwas unterschummelt, ist das eine saubere Geschichte. PR eben.
Saublöd hingegen, wenn man die komplette interne Strategieplanung voll webzwonullig in einem Wiki erarbeitet, und dieses Wiki extern zugänglich ist. Darüber ist der Spreeblick dann gestolpert.
Und das macht Ruckzuck die Runde. Und genau die angepeilten Meinungsführer-Blogger (stehen alle namentlich in der Liste) können sich die sie betreffende Kommunikationsstrategie in Ruhe im Wiki anschauen.
Das klingt so ausgedacht, dass man schon fast wieder eine besonders smarte Inszenierung vermuten könnte. Dafür spricht allerdings nicht unbedingt, dass man das Wiki nun hurtig zugemacht hat und schon die Blogger anmahnt, die Screenshots vom Netz zu nehmen. Nutzt aber nichts, da alles noch im Google Cache ist.
Anyway. Das ganze gipfelt im für mich schönsten Satz aus der ‘Strategie’:
“Virales Marketing: Laden wir Agenturen ein, um uns inspirieren zu lassen und machen es dann selbst?”
DAS ist schon peinlich. Echt bitter. Aber leider wohl keine Seltenheit.





4 Kommentare zu “Agenturen einladen, inspirieren lassen und dann selber machen”
01
Wieso? Verstehe ich jetzt nicht. Braucht man Agenturen noch für was anderes?
02
Ach was, wenn Du dir die geringste aller denkbaren Lebensformen vorstellst, sind Agenturen doch nochmal mindestens eine Entwicklungsstufe drunter
03
Hehe…
04
HAAAAAAAAAAHAHAHA.
Bitte mehr, es ist so schön.
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