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Handel, Marketing & Medien im Zeitalter von Web 2.0

10 November 2006

Crayon: Virtuelle Agentur für 'New Marketing'



Der Paradigmenwechsel im Marketing wirft seine Schatten in der Agenturlandschaft immer deutlicher voraus.
Neue Gegebenheiten (Web 2.0, Consumer-Empowerment) erfordern neue Lösungsansätze (weg vom Megafon-Prinzip, hin zu intelligentem und authentischem Dialogmarketing auf Augenhöhe). Verschiedene freiberufliche Blogger und Berater beschäftigen sich ja bereits intensiv mit diesen Themen.

Aber auch die Agenturen ziehen nach. Entweder werden neue Spezialunits in den großen Netzwerken aufgezogen oder gleich komplett neue Agenturen gegründet, die sich das neue Marketing 2.0 auf die Fahnen schreiben. Dabei ist es nur folgerichtig, dass hierfür auch die neuen technischen Möglichkeiten konsequent genutzt werden.

So startet nun mit Crayon eine "New Marketing Company", die ihren realen Sitz in New York, ihren eigentlichen Hauptsitz jedoch direkt in Second Life bezogen hat. Dementsprechend erfährt man auf der herkömmlichen Website nicht so wahnsinnig viel. Aber immerhin dann doch, dass es sich bei den Gründern um ziemliche High-Level Typen handelt, und dass sie gute Drähte zu Coca-Cola haben, die wohl sowas wie der Startkunde von Crayon sind. Auch zum Konsumgüterriesen P&G scheinen gute Beziehungen zu bestehen.

Im Crayon Blog geht es um Themen wie 'New Branding', 'Advertising-Conversation' und natürlich Second Life.

09 November 2006

Social Responsibility Blog von Benetton

Benetton war in den späten 80er und frühen 90er Jahren in puncto Marketing eine echte Ikone, wenn auch immer stark polarisierend. Damals schaffte es die Marke immer wieder, über gezieltes, oft sinnentleertes Aufgreifen von gesellschaftlichen Tabuthemen (AIDS, Krieg etc., die Älteren erinnern sich ;-) gewaltigen Buzz zu erzeugen und im Gespräch zu bleiben.
An diese Tradition will Benetton Talk wohl ein wenig anknüpfen:

Environment, rights, diversity, local communities, development… The goal is to highlight what is too often silenced by the media noise.


Das Blog exisitiert bereits seit knapp einem Jahr.

Hinweis via Adverblog.

Beeindruckend: Visuelle Produktsuche bei Like.com

Neue, vermeintlich bahnbrechende Suchkonzepte werden ja immer wieder mal angekündigt - in der Praxis sind sie dann aber oft eher enttäuschend. Anders geht mir das mit dem soeben als Alphaversion gelaunchten Like.com.
Hierbei handelt es sich um eine Produktsuche, die auf Basis von visueller Ähnlichkeit sucht ("alike..").
Man sieht zum Beispiel eine Handtasche in einem Foto und kann sich dann andere, ähnlich aussehende anzeigen lassen:



Die Kriterien, auf denen die Ähnlichkeit basieren soll (Farbe, Form, Muster etc.), lässt sich weiter individuell anpassen. Es kann sogar ein Bildausschnitt im Ursprungsbild gewählt werden, auf dessen Basis dann ähnliche Produkte gefunden werden soll. Daraus ergeben sich immer feiner granulierte Suchverästelungen. Ein wahrhaft neuartiges Sucherlebnis also.

Für Shops aber natürlich auch für diverse andere Onlineanwendungen bietet diese Art von Visual Search faszinierende, ungeahnte neue Anwendungsmöglichkeiten.

Beeindruckend - vielleicht sogar revolutionär.

08 November 2006

Big Brother virtuell



Ein folgerichtiger Schritt: Endemol bringt sein Trash-TV Format Big Brother in die virtuelle Welt. Das Casting für die Variante in 'Second Life', bei der die Teilnehmer 8 Stunden täglich im virtuellen Container verbringen müssen, startet in Kürze:

Big Brother Second Life Edition

Via Reuters SL-Center

07 November 2006

Neues Web 2.0 Grundlagenpapier von O'Reilly

Von O'Reilly, den Schöpfern des Web 2.0 Theorems, kommt ein neues Papier zur Vertiefung des Themas:

Web 2.0 Principles and Best Practices
Why Web 2.0 Matters and How You Can Make the Most of It.

O'Reilly möchte damit einen klärenden Beitrag zur mittlerweile völlig ausgeuferten und teilweise auch zu stark vereinfachten Diskussion über W 2.0 leisten. Der Report soll konkret zeigen, was Web 2.0 für die Praxis im Business bedeutet.

Der Preis für das Papier (rund 100 Seiten) beträgt 375 Dollar. Das Ding könnte aber das Zeug zum Standardwerk haben.

Windows Live Search

Gestern abend konnte man ja in den Tagesthemen bestaunen, wie Bill Gates höchstpersönlich für die Live-Suche von Windows geworben hat. (Gute Frage von Anne Will: "Herr Gates, benutzen Sie eigentlich Google, wenn Sie etwas suchen?")

Daraus zwei Dinge gelernt:

1. Bill Gates ist gar nicht so uncharmant

2. Man sollte der Live-Search wirklich mal eine Chance geben und sie genauer unter die Lupe (sic!) nehmen.

Besonders cool ist die Search-Box, die Microsoft jetzt auch anbietet. Mit ein paar wenigen Klicks kann man eine Suchbox auf der eigenen Site einbinden und frei konfigurieren, welche Sites durchsucht werden sollen. Das Schöne: Die Ergebnisse gehen direkt in einem Layer auf und man bleibt beim Suchen auf der eigenen Site. Etwa so:



Das gefällt mir. Ich habe mir hier gleich auch mal eine Live-Box eingebaut. Hier links unter dem Archiv kann man es direkt ausprobieren.

Die Kunst, gute Online-Briefings zu schreiben

Über Briefings wollte ich hier schon länger mal was schreiben. Nun hat das praktischerweise Gary Stein auf dem Clickz Blog getan:

How to write an Interactive Strategic Brief heisst seine dreiteilige Serie über das Thema.

Stein geht es allerdings nicht um die Wichtigkeit eines Briefings an sich oder um die verschiedenen Formen, die es gibt, sondern um die Reinform, das Strategie-Briefing. Seine Herangehensweise ist stark von Briefings aus der klassischen Werbung geprägt. Das macht aber nichts - denn die Grundmechanismen sind ja identisch: Der zentrale Punkt ist die Problemstellung bei einer Aufgabe, oder, wie er es nennt: Change. Wie ist die Lage heute, wo wollen wir hin, und wie sieht der Weg aus, um das Ziel zu erreichen. So einfach ist das.

Trotzdem wird in der Online-Praxis fast überhaupt nicht gebrieft (mit Ausnahme von Pitches - aber auch hier schwankt die Qualität der Briefings stark). Viele Auftraggeber sind entweder zu faul dazu, ein Briefing zu schreiben, oder sie wissen nicht, wie es geht.

03 November 2006

"Barrierefreiheit ist die Grundidee des Internets"

Woran erkennt man eine barrierefreie Website?

“Eigentlich an gar nichts, denn sie funktioniert ja. Was man als Internetnutzer bemerkt, sind vielmehr die Seiten mit Barrieren, die man aus irgendeinem Grund nicht vernünftig benutzen kann.”

Dieser schöne Satz stammt aus einem sehr lesenswerten Interview der Netzeitung mit Rupert Platz, Konzeptioner bei Aperto:

"Barrierefreiheit ist die Grundidee des Internets"

Pflichtlektüre! Nicht nur für Designer sondern vor allem auch für Entscheider.

02 November 2006

Kundenbindungsprogramme Out-of-the-Box

Ich lese schon einiger Zeit das Blog "Kundenbindung der Zukunft" so am Rande mit. Jetzt bin ich wieder auf einen interessanten Artikel dort gestoßen: Es geht um die Evolution der großen Multipartnerprogramme wie Payback und HappyDigits, deren Entwicklung von den Autoren kritisch begleitet wird.
Die Kernaussage des Artikels ist, dass die klassischen Multipartnerprogramme nur dann erfolgreich sein können, wenn sie sich thematisch fokussieren und somit homognere Zielgruppen ansprechen und Community schaffen.

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Bei dieser Gelegenheit habe ich gerade festgestellt, dass es sich bei dem Blog um ein Corporate Blog von Reezom handelt. Reezom ist ein Anbieter von Out-of-the-Box Kundenbindungsprogrammen mit entsprechenden Online-Tools für den schnellen Einsatz.
Interessant also für jeden, der sich mit dem Thema Kundenbindung beschäftigt.