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Handel, Marketing & Medien im Zeitalter von Web 2.0

04 September 2006

MySpace: Viel Musik, voll 1.0

MySpace ist ja nun schon seit Monaten das Megathema im Internet. Und ja, auch ich habe mir mal ein Profil angelegt, ursprünglich mehr aus beruflichem Interesse.
Ich muß sagen: Die Dichte an stilistisch benachbarten Labels, DJs, Produzenten, Recordstores etc. hat mich wirklich geradezu erschlagen - das ist schon beeindruckend.

Aber mal abgesehen davon, dass das Interface sensationell unsensationell gemacht ist: Ein echtes Rätsel bleibt mir, warum das Ding immer als Web 2.0 Schlachtschiff gehandelt wird. MySpace ist ein in sich weitgehend geschlossenes System. Schnittstellen nach außen gibt da kaum. So war es mir beispielsweise nicht mal möglich, mal eben den RSS-Feed meines Blogs via JavaScript-Snippet von Feedburner einzubinden oder Bilder direkt von meinem Flickr-Account einzuspielen.

MySpace ist eigentlich auch keine (reine) Community, sondern ein Netz im Netz, das es für jeden einfach macht, schnell eine eigene Seite online zu stellen und diese mit anderen zu vernetzen. Insofern erinnert das eher an ganz alte Community-Ansätze (Ich glaube, Metropolis war früher mal sowas in der Art).
Macht ja auch nix - der Erfolg gibt MySpace recht. Und mit dem gerade verkündeten Ausbau zur Verkaufsplattform für Songs von Nachwuchskünstlern wird noch mehr Musik auf die Bude kommen.

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