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Handel, Marketing & Medien im Zeitalter von Web 2.0

06 September 2006

Kate Moss Netzfilme für Agent Provocateur

Angetrieben von der DSL-Welle, hat sich das Web in den letzten ein, zwei Jahren rapide von einer schnöden Find- zu einer prallen Multimedia-Maschine entwickelt.
Dementprechend steuert auch das klassische Advertising zunehmend um: Das Web ist heute eine exzellente Plattform für Videoformate. Dass Werbespots großer Marken im Netz Premiere feiern oder sogar exklusiv für den Onlinekanal produziert werden, ist heutzutage keine Seltenheit mehr.

Allerdings gelten für solche Webspots völlig andere Gesetze, da sie uns ja nicht wie im TV unverlangt ins Haus fallen (Unterbrecherwerbung) sondern wir sie uns aktiv abholen müssen. Folglich müssen sie einen Mehrwert aus sich selbst heraus bieten. Webspots müssen eine gewisse Strahlkraft entwickeln, die sie für PR, Viral Marketing oder sogar Above-the-Line Maßnahmen interessant macht.
Dieser Mehrwert kann ganz unterschiedlich aussehen. Er kann künstlerischer oder inhaltlicher Natur sein. Spots ist eigentlich auch der falsche Ausdruck, es geht eher um Content sprich: Kurzfilme.




Der britische Dessous-Hersteller Agent Provocateur hat natürlich leichtes Spiel, wenn er sich Kate Moss als Testimonial einkauft und mit ihr eine vierteilige Kurzfilmserie dreht, in der sie über seltsame Träume plaudert.
Die erste Folge ist seit dieser Woche exklusiv auf der Wäsche-Website zu besichtigen. Und das Thema war sogar der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL eine große Story wert. Mission accomplished also, was die PR betrifft.

Der Film sebst hat mich aber nicht gerade vom Hocker gehauen. Aber mal sehen, vielleicht wird die für November angekündigte Fortsetzung ja besser.

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