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Handel, Marketing & Medien im Zeitalter von Web 2.0

09 August 2006

Das neue Web und die Werbewirtschaft

Gerade bei der FAZ: Ein schöner Artikel (Via Fischmarkt) zu einem meiner derzeitigen Lieblingsthemen: Die zunehmende Verlagerung der Werbung ins Netz.
Warum ich das Thema so toll finde? Ich gebe zu, es hat schon ein klein wenig mit persönlicher Genugtuung zu tun: Als Webarbeiter wurde man von den Kollegen der klassischen Agenturen jahrelang eher mitleidig behandelt, um es mal vorsichtig zu formulieren. Das Internet, das war für die Markenspezis bestenfalls ein Responsekanal, ein "kleiner Teil im Mediamix", definitiv jedenfalls "zu trashig" oder "nicht wertig genug".
Das ändert sich momentan rapide. Wo man früher eher als Handlanger beauftragt wurde, fühlt man sich plötzlich als gefragter Experte für die Themen, die bei den großen Agenturen und Markenartiklern momentan gehyped werden: Von Virals, Blogs und Usergenerated Content ist da jetzt viel die Rede.
Das erste Signal setzen letztes Jahr Jung von Matt mit der Berufung von Peter Kabel zu JvM Next (obwohl Kabel ja mitterweile schon wieder draussen ist). Noch stärker beindruckt hat mich allerdings kürzlich ein Artikel von Ex Grey-Boss Bernd M. Michael, in dem er die Agenturen eindringlich zum radikalen Umdenken auffordert.

Und er hat recht: Die Verlagerung spielt sich nicht nur auf der Ebene der Mediabudgets ab, sondern auch in der Markenführung selbst. "Online" ist nicht nur die zentrale Schnittstelle für alle Marketingaktivitäten, sondern zunehmend auch der Ort, wo Marken geführt werden - sofern sie nicht ohnehin gleich dort entstehen.

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